Stadtwasser
| Leipzig wurde am Zusammenfluß von Pleiße, Elster, Luppe, Parthe und Nahle begründet. Das Stadtbild wurde von diesen Flüssen geprägt, prächtige Villen mit Parks entstanden im Stadtgebiet. Nach 1949 dienten Flüsse und Bäche als Transportmittel für ungeklärte Abwässer. Sie stanken, wurden deshalb verrohrt und rochen unterirdisch weiter. Heute werden die Gewässer nach und nach wieder freigelegt. Leipzig befindet sich auf einem guten Weg zur Wasserstadt … | |
| Venezianische Impressionen in Plagwitz
Wer als Tourist schon oft durch die City bummelte und die beliebtesten Sehenswürdigkeiten längst aus allen Positionen fotografiert hat, den verblüffen Standards nicht mehr. Wer etwas Neues und Außergewöhnliches sucht, findet im Stadtteil Plagwitz sein “Klein Venedig” – ein Stadtgebiet mit außergewöhnlichen Kanalsystem. |
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| Was hat Leipzig mit Venedig zu tun?
Einst galt Leipzig als Seestadt. Alte Stiche aus dem 19. Jahrhundert bezeugen das noch heute. Dort sieht man die Messestadt Leipzig, umgeben von viel Wasser. Die Mühlgräben von Pleiße und Elster prägten das Stadtbild. |
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| Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil dieser Gräben als Abwasserkanäle missbraucht sowie verrohrt und zugeschüttet. | |
| Doch nach der Wende 1989 erinnerten sich die wasserbegeisterten Leipziger daran, was ihnen bis in die 1930er Jahre ungetrübte Bade- und Paddelfreuden bereitete. | |
| Was Jahrzehnte lang unmöglich schien, ist heute wieder möglich: Man kann Leipzig vom Wasser aus genießen und entlang alter Industrie- und Wohnviertel mit dem Boot ins Grüne bis in das Umland fahren.Flüsse von über 200 Kilometer Länge schlängeln sich durch das Stadtgebiet und mehr als 100 Teichanlagen bieten der Großstadthektik Paroli. | |
| Leipzig - von vielen Wassern gewaschen …
Dies stellt man spätestens dann fest, wenn man sich in den westlich vom Stadtkern gelegenen Ortsteil Plagwitz begibt. Was wäre der Stadtteil ohne seinen Karl-Heine-Kanal und die Weiße Elster? |
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| Lange Zeit eine schlammige Müllgrube, wurden entlang der Uferzonen Rad- und Wanderwege für Freizeit und Erholung gebaut. Heute kann man mit Ausflugsschiffen sowie Kajaks und Ruderbooten die weitverzeigten Kanäle entlang fahren und Leipzig aus ungewöhnlichen Perspektiven betrachten. | |
| Am Ufer der Wasserwege haben sich zahlreiche Cafés und Restaurants angesiedelt. Nicht nur junge Leute und Künstler fühlen sich von der faszinierenden Mischung aus alten Industriebauten und reichhaltigen Freizeitangeboten angezogen. | |
| Ein italienischer Wirt hat inzwischen echte venezianische Gondeln nach Plagwitz importiert, ein Grieche lies ein historisches Schiff als Terasse zu Wasser – so dass sich dem Ausflügler die Chance bietet, einen romantischen Hauch zu genießen. | |
| Mancher Leipziger spricht bereits verschmitzt von Leipzig als ein “Klein Venedig”, womit die Stadt neben “Pleiß Athen” und “Klein Paris” über einen weiteren Kosenamen verfügt. | |
| Leider blieb die Vision des Plagwitzer Industriepioniers Carl Erdmann Heine vom Anschluss an die Weltmeere über den Elster-Saale-Kanal mit wenigen fehlenden Kilometern unerfüllt. | |
| Doch dank der Leipziger Olympiabewerbung rückt auch die Lindenauer Hafenbrache wieder ins Blickfeld. Die Absicht, den Karl-Heine-Kanal zum Lindenauer Hafenbecken durchzustechen und mit dem Elster-Saale-Kanal zu verbinden, hat einen großen Auftrieb erfahren. | |
| Die Stadt Leipzig arbeitet an der Durchstechung des Kanals, so dass man in wenigen Jahren mit dem Boot von Leipzig in Richtung Saale und vielleicht auch (irgendwann) bis nach Hamburg fahren kann. | |
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